12 Jahre Forschung & Entwicklung
Wissenschaftliche Basis für semantisches Matching, Kompetenz‑Ontologien und datengetriebene Empfehlungen.
Überblick
Im Zuge unserer Forschungsarbeiten für das Talent‑Ermittlungs‑ und Karrierebegleitsystem wurden zwei mehrjährige Forschungsprojekte realisiert:
- Forschungsprojekt ONTOJOB
- Forschungsprojekt ACEPROM
Beide Forschungsprojekte wurden von der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft, Wien) finanziert.
Unsere Forschungsarbeiten wurden von einem interdisziplinären Forschungsteam durchgeführt, bestehend aus Mathematiker:innen, IT‑Fachleuten, Linguist:innen, Expert:innen aus den Bereichen Semantik, Ontologie, Natural Language Processing und Machine Learning, Berufs‑ und Bildungsberater:innen sowie Psycholog:innen (Differentielle Psychologie).

Forschungsprojekt ONTOJOB
Im Rahmen des Forschungsprojekts „OntoJob“ wurde erstmals ein Lösungsweg für den treffsicheren automatisierten Abgleich von Bewerberprofilen mit Stellenangeboten realisiert. Primäres Ziel war die Entwicklung einer Matching‑Plattform mittels semantischen Technologien und ontologie‑basierter Ansätze. Dieser Ansatz ermöglicht erstmalig die Ableitung von Maßzahlen zur Beurteilung der Signifikanz der Suchergebnisse.
An diesem Forschungsprojekt waren insgesamt 11 Konsortialpartner beteiligt, darunter 4 Forschungseinstitute und 7 Unternehmen aus den Domänen Mathematik & IT, Semantik & Symbolic Computation, Wissensmanagement & Datenbanken (Architekturontologie), Ontologie, Linguistik, Bildungs‑ und Berufsberatung und Differentielle Psychologie. Für den wissenschaftlichen Aufbau einer semantischen Kompetenz‑Ontologie wurde ein Projektbudget in Höhe von knapp 750.000 Euro benötigt, die Projektlaufzeit betrug 3,5 Jahre.
Die ONTOJOB Wissensbasis
Forschungsprojekt ACEPROM
Mit dem Forschungsprojekt „Aceprom“ wurde die semantische Kompetenz‑Ontologie um wichtige Module und Funktionen erweitert:
- Methoden des Automatischen Schließens
- Feinjustierung der Matching‑Algorithmen, etc.
- Regelbasierte, selbst‑lernende Mechanismen
- Kompetenzpfad‑übergreifende Querverlinkungen
Damit konnten wir die Treffsicherheit und Qualität der Matching‑Ergebnisse deutlich verbessern und optimieren. An diesem Forschungsprojekt waren 3 wissenschaftliche Konsortialpartner mit einem Projektbudget in Höhe von 400.000 Euro beteiligt. Die Projektlaufzeit betrug 2,5 Jahre.
Die Forschungs‑ und Entwicklungsarbeiten für die automatisierte Erfassung der Sozialkompetenzen, die Umsetzung des Persönlichkeitsprofils sowie den Abgleich (Matching & Ranking) der Kompetenzanforderungen der Jobanbieter mit den Sozialkompetenzen der Jobsuchenden betrugen 3,5 Jahre.
Unsere technologischen Methoden
- Knowledge Base als Grundlage zur Extraktion und für das Matching, inkl. automatischer Anreicherung der Knowledge Base mittels Text‑Mining‑Methoden.
- Semantische Kompetenz‑Graphe und hierarchische Kompetenz‑Ontologien.
- Intelligente Matching‑Algorithmen.
- Machine‑Learning‑Methoden.
- Methoden des Automatischen Schließens.
- Methoden des Automated Reasoning.
Unsere Forschungspartner
- RISC‑Institut der JKU Linz – Research Institute for Symbolic Computation
- FAW‑Institut der JKU Linz – Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung
- DIPS‑Institut der Karl‑Franzens‑Universität Graz – Institut für Differentielle Psychologie
- 3s research laboratory
- Software Competence Center Hagenberg
- WIAB – Wiener Institut für Arbeitsmarkt‑ und Bildungsforschung